Programm
Zwölf Abende. Jeder steht für sich.
Alle Abende handeln von Künstlicher Intelligenz auf eigenen Rechnern, keine Mietdienste, und werden live vorgeführt. Sie brauchen keinen anderen Abend gehört zu haben. Die Reihe ist die Klammer, kein Kurs; welcher Abend als Nächstes kommt, stimmt der Saal am Ende jedes Abends ab.
Drei Formate
Abend, Bühne, Werkstatt.
Der Abend dauert rund 60 Minuten plus Gespräch und ist die Grundform. Die Bühne ist die 15-Minuten-Fassung desselben Themas: eine Idee, drei Beweise, ein Moment, für Akademien, Kongresse und Verbandstage. Die Werkstatt dauert 90 Minuten, die Teilnehmer bringen eine eigene Aufgabe mit; sie gibt es für „Studium.“ und „Handwerk.“.
Die Abende
Die Reihe im Überblick
Was heute geht.
Eigene Maschine, eigene Daten, live: was ein Einzelner heute bauen kann. Der Bogen führt von der Maschine im Rechenzentrum zu dem, was damit in einem Jahr entstanden ist: Wahlen zählen, eine Lernapp für Fahrschulen, eine Reise-App samt Vulkan-Wächter, Protokolle, die sich selbst schreiben, die Übersetzung eines Buchs.
Studium.
Wie Sie mit KI klüger studieren, ohne sich selbst zu betrügen. Lernen, Lesen, Schreiben, Organisieren, und wie Office, Literaturverwaltung, Notizen und Lernplattform daran andocken. Die Maschine darf helfen zu denken, nicht das Denken ersetzen; was sie schreibt, wird geprüft wie der Entwurf eines Kommilitonen.
Die Akte bleibt.
KI für Kanzlei, Praxis und Betrieb, ohne dass ein Byte das Haus verlässt. Die drei schlechten Optionen (Daten raus, anonymisiert raus, nur lokal) und die vierte: Die Frage geht raus, die Akte bleibt drin. Dazu ein Rechtsbestand mit Fundstellenpflicht als Anschauung, kein Rechtsrat.
Der Bund im Netz.
Wie eine Verbindung von 1902 ihre digitale Existenz selbst in die Hand nimmt: Website, Rollenpostfächer, die den Chargenwechsel überleben, ein Medienarchiv mit einem Login für alles, die Chronik per Texterkennung lesbar gemacht, und was jede Verbindung davon übernehmen kann.
Nachzählbar.
Wahlen, die jeder im Saal beweisen kann. Warum Zählen schwer ist, was Determinismus und Beweiskette heißen, warum die Maschine zählt und der Mensch entscheidet. Einsatzfelder: Vereine, Verbände, Kammern, Genossenschaften, Aktiengesellschaften, Kirchen, Parteien, und ja, Convente. Strikt parteineutral.
Mitgeschrieben.
Diktat, Protokoll, Übersetzung: die Maschine hört zu. Spracherkennung auf eigener Hardware, Diktat in jedes Fenster, Mitschnitt mit Sprechertrennung, die Besprechung, die sich selbst protokolliert. Was die Maschine kann, und was der Mensch prüft.
Eigenbau.
Bilder, Klang und Film von der eigenen Grafikkarte, und was man dabei über Wahrheit lernt. Bilder lokal erzeugen, Störendes aus Fotos entfernen, Herkunft kennzeichnen, eine EP von der eigenen Grafikkarte, ein Musikvideo und die Grenze, die darin steckt. Herkunftsnachweis statt Verbot.
Gekapert.
Wem gehört Ihr Google-Eintrag? Sicherheit für Betriebe, Vereine und Familien, an anonymisierten Fällen aus diesem Jahr: der übernommene Firmeneintrag, die gehackte Vereinsseite, das Backup, das wochenlang grün meldete, der Router ohne Uhrzeit. Dann der Schutzbaukasten, den man an einem Wochenende erledigt. Nur Schutz, keine Angriffe, kein Angstverkauf.
Vom Bananenhain zum Eurotunnel.
Ein Zeitzeuge, eine Biografie aus dem Chinesischen und ihre Übersetzung mit KI. Der festliche Sonderabend der Reihe: eine zweisprachige Lesung, die Übersetzung live, und die Funde, die nur der Zeitzeuge klären konnte.
Souverän.
Kein Schlagwort, eine eigene Maschine: was digitale Souveränität praktisch heißt. Abhängigkeiten von Mittelstand, Verwaltung und Verbänden, und die Antwort in vier Wörtern: eigene Hardware, offene Modelle, nachprüfbare Antworten, Daten bleiben. Europäischer Blick, ohne Parteipolitik.
Unterwegs.
Reisen mit Verstand: eine App, ein Vulkan, ein Fotobuch. Produktdenken an der eigenen Reise, leicht, für einen Semesterschluss: Reiseziele über Farbe und Musik entdecken, ein Wächter, der den Ätna und die Flughäfen im Blick hat, ein Fotobuch, das aus den Tagesfotos entsteht.
Handwerk.
Arbeiten mit Agenten, ohne sich selbst zu betrügen. Wie ein Arbeitstag mit KI-Agenten wirklich aussieht, und die Regeln, die ein Jahr Praxis erzwungen hat: beweisen statt glauben, Fundstellenpflicht, Dokumente vollständig lesen, erst das amtliche Register, dann behaupten. Für Arbeitgeber: was man von Absolventen erwarten darf, und wie ein Betrieb die Arbeitsweise einführt, ohne seine Daten zu verlieren.
Regeln der Reihe
Was auf jedem Abend gilt
Zeigen, nicht verraten: mindestens zwei Live-Momente am Beamer. Erarbeitet, nicht behauptet: jede Zahl hat einen Beleg. Keine Kunden- und keine Mandatsnamen; Referenzen heißen „Pilotbetrieb“ oder „auf Anfrage“. Rechtsfragen sind Anschauung mit Fundstellen, kein Rechtsrat. Kein Verkauf von der Bühne: Der Weg zum Gespräch führt über den Handzettel und die Kneipe danach. Aufzeichnungen zeigen Referent und Leinwand, nie das Publikum.